Technische und konfigurierbare Produkte online verkaufenWie sich der Verkauf technischer oder konfigurierbarer Produkte digitalisieren lässt

Wenn der Kunde eine Spannung, eine Kapazität, einen Anschluss oder eine Kompatibilität kennen muss, um zu kaufen, gerät der Online-Verkauf ins Stocken. Dabei lassen sich die meisten dieser Fragen strukturiert beantworten.

Hi-perf · Aktualisiert am 5. Oktober 2026

Um ein technisches oder konfigurierbares Produkt online zu verkaufen, muss man den Kunden zur richtigen Variante führen (Eigenschaften, Ausführungen, Kompatibilitäten) und einen Ausweg für alles vorsehen, was sich nicht im Voraus bepreisen lässt: die Angebotsanfrage im selben Bestellprozess. Der Kunde bestellt Standardartikel selbst; der Vertrieb kalkuliert, was seine Expertise erfordert.

Varianten, Kompatibilitäten, OptionenDie Ausgangslage: Das Produkt gibt es, aber es zu kaufen ist kompliziert

Ersatzteile, Akkus, Komponenten, Geräte mit Optionen: In vielen Katalogen gibt es ein Produkt in mehreren Ausführungen. Um zu wählen, braucht der Kunde technische Informationen, die er nicht immer zur Hand hat:

Ohne klare Antwort schreibt er eine E-Mail, wartet, hakt nach. Oder er kauft bei dem, der es ihm einfacher gemacht hat.

Warum sich der beratungsintensive Verkauf der Digitalisierung widersetzt

Der Verkauf technischer Produkte beruht traditionell auf Beratung: ein Vertriebsmitarbeiter oder Techniker, der die richtigen Fragen stellt und zur richtigen Artikelnummer führt. Diese Beratung hat einen Wert. Doch ein Großteil des Austauschs dreht sich um wiederkehrende Fragen, deren Antwort bereits in den Produkteigenschaften steckt.

Es geht nicht darum, die Beratung abzuschaffen. Es geht darum, zu automatisieren, was sich automatisieren lässt, damit sich der Vertrieb auf die Beratung konzentrieren kann, die echten Mehrwert bringt.

Was Onlineshops können

E-Commerce-Lösungen beherrschen einfache Varianten (Größe, Farbe) und umfangreiche Produktseiten. Für manche Branchen gibt es außerdem visuelle Konfiguratoren.

Produktseiten und klassische KonfiguratorenWo die Grenzen sichtbar werden

Die Grenzen zeigen sich, wenn die Auswahl von einem Kontext abhängt (dem Gerät des Kunden, seinem Land, seinem Einsatzzweck), wenn sich bestimmte Optionen nicht im Voraus bepreisen lassen oder wenn der Käufer ein Geschäftskunde mit eigenen Konditionen ist. Der Shop zwingt dann zur Wahl zwischen zwei schlechten Optionen: alles online stellen und Fehler riskieren, oder auf ein Kontaktformular verweisen, das den Kunden aus dem Bestellprozess holt.

Vom richtigen Produkt zum AngebotDer Zielprozess

  1. Der Kunde beschreibt seinen Bedarf
  2. Er findet die kompatiblen Produkte
  3. Er wählt die richtige Ausführung
  4. Er bestellt oder fragt ein Angebot an
  5. Der Vertrieb kalkuliert die Sonderwünsche

Den kompatiblen Akku findenEin konkretes Beispiel

In unserer Demo muss Claire, Inhaberin eines Fahrradgeschäfts, den Akku des E-Bikes eines Kunden ersetzen. Im Katalog ihres Lieferanten sucht sie einen Akku, der zum Rahmen und zum europäischen Markt passt: Das DRM zeigt ihr die kompatiblen Akkus, jeweils mit Artikelnummer. Auf der Produktseite wählt sie die Art der Stromversorgung (US, UK, EU oder andere auf Anfrage) und findet die relevanten Eigenschaften.

Hi-Watt-Katalog im DRM: Suche „Batterie EU cadre HR“ mit drei kompatiblen Rahmenakkus, ihren Artikelnummern und einem Preis je nach Ausführung
Eine Suche nach Verwendungszweck zeigt die kompatiblen Akkus mit ihren Artikelnummern.
Produktseite eines 400-Wh-Akkus im DRM: Auswahl der Stromversorgung US, UK, EU oder andere auf Anfrage, Preis, In den Warenkorb, Link zur Angebotsanfrage und Tabelle der Eigenschaften
Die Produktseite: Ausführungen, Eigenschaften, In den Warenkorb oder Angebotsanfrage. Auf dieser Demo-Website werden Bruttopreise angezeigt.

Für einen anderen Kunden muss Claire eine individuelle Lackierung anfertigen lassen. Dieses Produkt hat keinen Katalogpreis: Es ist „auf Anfrage“. Trotzdem legt sie es in den Warenkorb, beschreibt den Wunsch in einem Kommentar und hängt den Entwurf an. In der Zentrale erhält der Vertriebsmitarbeiter die vollständige Anfrage, kalkuliert die Individualisierung und schickt das Angebot.

Warenkorb im DRM mit einer Position „Individuelle Lackierung“ zum Preis „auf Anfrage“, einem Kommentar zur Beschreibung des Wunsches und einem angehängten PDF-Entwurf, Schaltfläche für die Angebotsanfrage
Die Individualisierung bleibt im Kaufprozess: Position auf Anfrage, Kommentar und Anhang.

Ausführungen, Kompatibilitäten und Online-AngeboteWas das DRM bringt

Das DRM ersetzt keinen 3D-Konfigurator. Es organisiert, was für den Verkauf zählt: das richtige Produkt finden und Sonderwünsche bearbeiten, ohne den Kunden aus dem Bestellprozess zu holen. Alle Funktionen des DRM ansehen.

Produktdaten, PIM und ERPIntegration und Rahmenbedingungen

Die Qualität der Auswahlhilfe hängt von der Qualität der Produktdaten ab: Eigenschaften, Ausführungen, Kompatibilitäten. Diese Daten gibt es oft schon, verteilt auf das ERP, technische Dateien und das Wissen der Teams. Sie zu strukturieren ist der erste Schritt, und Hi-perf bearbeitet dieses Thema regelmäßig mit seinen Kunden: Daten, ERP, Austausch zwischen Systemen.

Technische Produkte verkaufenHäufige Fragen

Lassen sich Standardprodukte und Produkte auf Anfrage in einer Bestellung kombinieren?

Ja. Der Warenkorb kann Positionen zum Katalogpreis und Positionen auf Anfrage enthalten. Er wird dann zu einer Angebotsanfrage, die der Vertrieb als Ganzes bearbeitet.

Kann der Kunde einen Plan oder einen Entwurf anhängen?

Ja. Jede Warenkorbposition akzeptiert einen Kommentar und Dokumente (PDF, Word, Excel, Text), die mit der Anfrage an den Vertrieb übermittelt werden.

Braucht man einen visuellen Konfigurator?

Nicht unbedingt. Für viele technische Produkte deckt eine gute Struktur aus Ausführungen und Kompatibilitäten, ergänzt um das Angebot für Sonderwünsche, den Großteil des Bedarfs ab.

Ihre Kunden schwanken zwischen drei Artikelnummern?

Sprechen wir über Ihren Katalog und Ihre Sonderanfragen. Wir zeigen Ihnen, wie das DRM Ihre Kunden führen kann.

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